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Koordination: Mario Saalbach

Ausblicke, Rückblicke – literarische und medienkulturelle Perspektiven

Schöpferische Literatur war und ist das Instrument par excellence, mit dem Kulturgesellschaften ihrer Realität, ihrer Erinnerung, ihren Ängsten und Illusionen, ihren moralischen und ideologischen Vorstellungen, letzten Endes ihrer Identität und ihrem Selbstverständnis Ausdruck verleihen. Literatur dient der Aufarbeitung von Vergangenem, Literatur entwirft Utopien. Sie entsteht dabei immer aus und im Zusammenhang mit konkreten historischen, politischen Realitäten, sie hat teil an ihnen, und das heißt, dass sie nicht nur durch sie beeinflusst wird, sondern diese Realitäten gleichzeitig mitkonstituiert. In dieser Doppelfunktion offenbart sich der identitätsstiftende Charakter fiktionaler literarischer Texte, wie es das Beispiel der deutschen, österreichischen oder schweizerischen Literatur veranschaulicht.

Nicht zu vernachlässigen ist in diesem Kontext allerdings die wechselseitige Integration und Interdependenz von Literatur und Medien in der heutigen Zeit, denn die traditionelle Buchkultur muss längst im Verbund mit anderen Medien betrachtet werden. Über eine das traditionelle Medium des schriftlichen literarischen Textes transzendierende Revision der Genre-, Textsorten- oder Gattungstheorien können neue Produktions-, Vermittlungs- und Rezeptionsweisen zur Diskussion gestellt werden.

Entsprechend können wir uns für die Kongressbeiträge folgende Schwerpunkte vorstellen:

  • Literatur und Identität, Medienprodukt und Wirklichkeitsmodell
  • Vergangenheit und Gegenwart als Fiktion
  • Literatur und Utopie
  • Übernationale Rezeption von Nationalliteraturen im Zeitalter der Globalisierung (Rezeption deutschsprachiger Nationalliteraturen in anderen Kulturräumen und Rezeption der hispanischen Nationalliteraturen – etwa der spanischen, baskischen, galicischen oder katalanischen – im deutschen Sprachraum.)

Im Kontext der unmittelbar bevorstehenden „europäischen Konvergenz“ der Hochschulsysteme sind allerdings auch Themen willkommen wie

  • Perspektiven einer auslandsgermanistischen Literaturwissenschaft nach Bologna
  • Informations- und Kommunikationstechnologien – ihre Relevanz für eine moderne Literaturdidaktik

Im Zweifelsfall wird um Absprache mit dem wissenschaftlichen Komitee der Sektion gebeten (Kontakt mario.saalbach@ehu.es).


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© FAGE, 2007