Literatur

 

Georg Büchner, dessen 200 jähriges Jubiläum im Jahr 2013 begangen wird, gilt als Paradigma des literarischen Schöpfers in einer Zeit von großen sozialen Spannungen: “Friede den Hütten! Krieg den Palästen!” Sein Aufschrei konstituiert die extremste und radikalste Option, aber ganz offensichtlich gibt es weitere Töne in der literarischen Polyphonie. Es geht darum, Überlegungen zum tiefgreifenden sozialen und kulturellen Wandel der Zeit über den Seismographen der Literatur zu ortenund neu zu beleuchten. Krisen in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Werten brachten oft schillernde Persönlichkeiten und Meisterwerke hervor. Der Naturalismus, der Expressionismus, der Roman der Weimarer Republik, die Literatur der Wiedervereinigung und - wenn wir noch weiter in der Geschichte zurückgehen - das Epos der Stauferzeit sind gute Beispiele dafür, wie der Autor in Krisenzeiten über sich hinauswachsen kann. Bis zu welchem Punkt kann eine Krise den Künstler inspirieren? Können wir der Literatur nicht nur eine wichtige ästhetische sondern auch eine soziale Funktion zuschreiben, die besonders in Krisenzeiten wichtig wird? Dient Literatur dazu, grundlegende Bedürfnisse des Menschen zu bedienen und ihn in der Bewältigung schwerer Zeiten zu unterstützen? Bis zu welchem Punkt ist literarische Kunst in den Prozess der Wiederherstellung involviert und inwieweit hilft sie dabei, sich der Krise zu stellen, sie zu verstehen und gestärkt aus ihr hervorzugehen? Über diese und viele andere Fragen möchte diese Litaeratur-Sektion reflektieren.

 

 

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Sektionsleitung

Olga Hinojosa Picón (US)

Eva Parra Membrives (US)

Kontakt und Einreichung von Vorschlägen

Olga Hinojosa Picón (US) / hinojosa.olga@gmail.com