Sektion: Linguistik

 
  Sprachen spiegeln die technologischen Fortschritte einer Epoche wider. Aufgrund der sich rapide verändernden Realität durchläuft die deutsche Sprache im Augenblick eine Phase einer rasanten Entwicklung. So wirkt sich die digitale Revolution auf unterschiedlichste sprachliche Aspekte der mündlichen Kommunikation aus, das geschriebene Wort unterliegt völlig neuen Bedingungen, die in Hinblick auf phonetische, morphosyntaktische oder lexikalisch-semantische Aspekte häufig den Rahmen der Standards sprengen. Dies wirkt sich nicht zuletzt auf die Übersetzertätigkeit aus, denn die genannten Veränderungen betreffen ebenso die überlieferten Primär- und Sekundär-bedeutungen unseres Wortschatzes.

Bei all dem ist die Vorrangstellung der englischen Sprache in sozialen Netzwerken und in den internationalen Beziehungen ein wesentlicher Faktor. Wir müssen uns die Frage stellen, wie in einer nahen Zukunft derartige Normüberschreitungen an die Lerner zu vermitteln sind. Diese Herausfor-derungen, vor die uns der Wandel der Realität stellt, wird Gegenstand unserer Sektion sein. Daher bieten sich folgende Themen an:

  • Merkmale der Chat-Sprache
  • Sprache des Telefonats vs. WhatsApp-Sprache
  • Neue soziolektale Sprachinseln und Sondersprachen
  • Widerspiegelung dieser neuen Sprachtendenzen in der Literatur
  • Einfluss der Pop-Kultur auf die Umgangssprache, Einfluss von youtube
  • Lexikalisch-semantische Kreativität im Deutsch des zweiten Milleniums
  • Sprachliche Innovation in Funk, Film und Fernsehen
  • Kommerz und Sprache der Werbung
  • Besondere Merkmale von E-Mails gegenüber herkömmlicher Korrespondenz
  • Vor- und Nachteile automatischer Korrektoren
  • Automatische Übersetzerfunktionen
  • Funktionale Legasthenie bei der Texterstellung und der Umgang damit
  • Verwendung von online-Korpora für geschriebenes und gesprochenes Deutsch
  • Vor- und Nachteile von online-Wörterbüchern
  • Neologismen und andere sprachliche Einheiten, die nicht von Wörterbüchern erfasst werden.

Abstracts können als Word-Dokument eingereicht werden und sollen folgende Angaben enthalten: Titel des Beitrags, Vor- und Nachnamen, Universität bzw. Forschungseinrichtung des Autors/der Autorin, Kontaktadresse mit Angabe der E-Mail-Adresse sowie eine kurze Zusammenfassung (ca. 200 Wörter) des Beitrags. Die Kongresssprachen sind Deutsch und Spanisch. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge bis zum 3. Mai 2016 an Berit Balzer (balzerbe@filol.ucm.es).

Spanisch

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